Aspirin® Protect Filmtabletten 100MG

 8,70

Enthält 10% MwSt.
Inhalt: 60 Stück ( 0,15 / 1 Stück)
zzgl. Versand
Lieferzeit: ca. 2-3 Werktage

Zur Vorbeugung von weiteren Schlaganfällen und Herzinfarkten nach Erstereignissen

Enthält 100 mg Acetylsalicylsäure
Magensaftresistente Filmtablette
Hemmt das Zusammenkleben von Blutplättchen (Thrombozyten-Aggregation)

Kategorien: , Artikelnr.: 3504847 Marke: ,

Beschreibung

Herzinfarkt und Schlaganfall sind zumeist Folgen einer plötzlich auftretenden Minderdurchblutung
des Herzens bzw. des Gehirns. Eine häufige Ursache sind Blutgerinnsel (Thromben), die wichtige
Blutgefäße im Herzen oder Gehirn verstopfen. Dadurch entsteht ein Sauerstoffmangel und Herz und
Gehirn werden geschädigt.
Aspirin Protect enthält den Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS). Dieser hemmt bereits in niedriger
Dosierung das Zusammenkleben von Blutplättchen (Thrombozyten-aggregation) und wirkt so der
Entstehung von Thromben entgegen.
Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten werden angewendet bei Erwachsenen
– zur Vorbeugung von Schlaganfällen nach überstandenem Schlaganfall und wenn Vorläuferstadien
aufgetreten sind (transitorisch ischämische Attacken,TIA),
– zur Vorbeugung von Blutgerinnselbildung (Thrombosen) in den Herzkranzgefäßen nach
überstandenem Herzinfarkt (Reinfarktprophylaxe),
– zur Vorbeugung von arteriellen Thrombosen nach gefäßchirurgischen Eingriffen (z.B. nach
Verfahren zur Erweiterung verengter Herzkranzgefäße wie perkutane transluminale koronare
Angioplastie, PTCA),
– zur Vorbeugung von kardio-vaskulären (Herz und Gefäßsystem betreffenden) Ereignissen wie
Angina pectoris oder Herzinfarkt bei Patienten mit Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und
hohem kardiovaskulären Risiko.
(Voraussetzungen für die Anwendung von Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten siehe Abschnitt
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen).

Was sollten Sie vor der Einnahme von Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten beachten?
Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten dürfen nicht eingenommen werden,
– wenn Sie allergisch gegen Acetylsalicylsäure, andere Salicylate oder einen der in Abschnitt 6.
genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
– wenn Sie in der Vergangenheit auf bestimmte schmerzlindernde Arzneimittel – Acetylsalicylsäure
oder Substanzen mit ähnlichem Wirkmechanismus (nichtsteroidale Entzündungshemmer) – mit
Asthmaanfällen oder in anderer Weise überempfindlich reagiert haben,
– wenn Sie unter akuten Magen-Darm-Geschwüren leiden,
– wenn Sie in der Vorgeschichte im Magen-Darmbereich Blutungen, Geschwüre oder einen
Durchbruch hatten, die durch eine vorherige Therapie mit NSARs (nichtsteroidale
Entzündungshemmer) bedingt waren;
– wenn Sie an aktiven Magen-Darmgeschwüren/Blutung leiden oder bei Ihnen bereits in der
Vorgeschichte im Magen-Darmbereich Blutungen, Geschwüre oder ein Durchbruch aufgetreten
sind;
– wenn Sie unter gesteigerter Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese) leiden,
– wenn Sie an schwerer Leberschwäche leiden;
– wenn Sie an schwerer Nierenschwäche leiden;
– wenn Sie an schwerer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) leiden;
– wenn Sie gleichzeitig 15 mg oder mehr Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von
Krebserkrankungen bzw. von bestimmten rheumatischen Erkrankungen) pro Woche einnehmen;
– wenn Sie gleichzeitig Gerinnungshemmer (Arzneimittel zur „Blutverdünnung“) einnehmen, wenn
Salicylate hochdosiert verwendet werden;
– in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft;
– wenn Sie an Hyperoxalurie (bestimmte Erkrankung mit Neigung zur Bildung von Nierensteinen)
leiden.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bevor Sie mit der Behandlung von Aspirin Protect beginnen, muss Ihr Arzt die Zweckmäßigkeit
der Anwendung in Ihrem speziellen Fall feststellen.
Holen Sie bitte unverzüglich ärztliche Beratung ein, wenn sich während der Einnahme von
Aspirin Protect Ihre Herz/Kreislaufsituation oder Ihre Gehirnfunktion verschlechtert oder
wenn schwere oder unerwartete Nebenwirkungen auftreten.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten ist erforderlich bei
– Überempfindlichkeit gegen Schmerzmittel, bestimmte Arzneimittel gegen Entzündungen oder
Rheuma oder bei Vorliegen anderer Allergien.
– Bluthochdruck und/oder Herzmuskelschwäche in der Krankengeschichte. Im Zusammenhang mit
Acetylsalicylsäure-Behandlung wurde über Flüssigkeitseinlagerungen und Schwellungen
berichtet.
– gleichzeitiger Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln;
– bekannten Magen-Darm-Geschwüren, einschließlich chronischer oder wieder auftretender MagenDarm-Geschwüren oder Magen-Darm-Blutungen in der Vorgeschichte;
– eingeschränkter Leberfunktion;
– anstehenden Operationen (auch bei kleineren Eingriffen wie z. B. zahnärztlichen Eingriffen): es
kann zu verstärkter Blutungsneigung kommen. Informieren Sie bitte vor sämtlichen Operationen
Ihren Arzt, wenn Sie Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten eingenommen haben.
– einige nicht-steroidale Entzündungshemmer, wie Ibuprofen und Naproxen (Schmerzmittel)
können die Wirkung von Acetylsalicylsäure, den Wirkstoff in Aspirin Protect, schwächen. Sie
sollten vor einer geplanten Einnahme einen Arzt konsultieren (Siehe auch unter Einnahme von
Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten mit anderen Arzneimitteln).
– Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder eingeschränktem kardiovaskulärem Kreislauf
(Nierengefäßerkrankung, dekompensierte Herzinsuffizienz, Volumenverlust, größere Operationen,

Sepsis oder schwerwiegenden hämorrhagischen Ereignissen), da Acetylsalicylsäure das Risiko
einer Nierenfunktionsstörung und akuten Nierenversagens steigern kann.
Bevor Sie mit der Behandlung beginnen, müssen Sie Ihren Arzt informieren
– wenn Sie schwanger sind oder glauben, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu
werden,
– wenn Sie stillen,
– wenn Sie noch andere Arzneimittel einnehmen, insbesondere Arzneimittel, die Acetylsalicylsäure
enthalten oder Mittel gegen Schmerzen und Rheuma,
– wenn Sie an anderen Krankheiten oder Allergien leiden.

Blutungsneigung:
Acetylsalicylsäure (der Wirkstoff von Aspirin Protect 100 mg
Filmtabletten) hemmt (auch bereits bei sehr niedrigen Dosierungen) das Aneinanderhaften von
Blutplättchen. Es besteht daher eine erhöhte Blutungsgefahr während und nach Operationen (auch bei
kleineren Eingriffen wie z. B. das Ziehen eines Zahnes), die noch mehrere Tage nach Beendigung der
Einnahme anhalten kann.
Selten bis sehr selten sind auch schwerwiegende Blutungen wie z.B. Hirnblutungen, insbesondere bei
Patienten mit nicht eingestelltem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit
Blutgerinnungshemmern berichtet worden. In Einzelfällen können diese möglicherweise
lebensbedrohlich sein.

Magen-Darm-Erkrankungen:
Während der Behandlung können jederzeit schwerwiegende – auch lebensbedrohliche – Blutungen,
Geschwüre und/oder Durchbrüche auftreten, auch ohne vorangehende Beschwerden oder
entsprechende Magen-Darm-Erkrankungen in der Vorgeschichte. Achten Sie daher während der
Einnahme von Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten auf Anzeichen einer Erkrankung im MagenDarm-Trakt.
Das Risiko erhöht sich mit steigender Dosis, bei älteren Personen, Personen mit Magengeschwüren in
der Krankengeschichte (insbesondere bei Komplikationen wie Blutungen und Durchbrüche), sowie bei
Personen mit niedrigem Körpergewicht und bei Patienten die gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt
werden, die das Risiko für Geschwüre oder Blutungen erhöhen können, wie z. B. Kortison,
Blutgerinnungshemmer, bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (selektive
Serotonin- Wiederaufnahme-Hemmer).
Diese Patienten sollen die geringstmögliche Dosis erhalten und jede ungewöhnliche Beschwerde im
Magen-Darm-Bereich (vor allem Blutungen), insbesondere zu Beginn einer Behandlung, melden.
Eine Behandlung mit Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten in Kombination mit Magenschutzmittel
soll in diesen Fällen in Erwägung gezogen werden.
Wenn bei Ihnen Blutungen oder Geschwüre im Magen-Darm-Trakt auftreten, muss die Behandlung
mit Acetylsalicylsäure abgebrochen werden.
Anzeichen für Nebenwirkungen einer Magen-Darm-Erkrankung können sein:
Bauchschmerzen, Bluterbrechen, kaffeesatzartiges Erbrechen, Schwarzfärbung des Stuhls.
In diesen Fällen unterbrechen Sie bitte sofort die Einnahme von Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten
und suchen Sie unverzüglich ärztlichen Rat.

Überempfindlichkeitsreaktionen:
Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten können Krämpfe der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmen),
Asthmaanfälle oder andere Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen. Als Risikofaktoren hierfür
gelten vorbestehendes Asthma, Heuschnupfen, Nasenpolypen oder chronische
Atemwegserkrankungen.
Das Gleiche gilt für Patienten, die auch gegen andere Stoffe allergisch reagieren (z. B. mit
Hautreaktionen, Juckreiz, Nesselfieber).
Gichtanfall:
Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten erhöhen durch Hemmung der Harnsäureausscheidung den
Harnsäurespiegel im Blut. Bei Patienten, die bereits zu geringer Harnsäureausscheidung neigen, kann
dies unter Umständen einen Gichtanfall auslösen.

Kinder und Jugendliche:
Es gibt keine Indikation für die Anwendung von Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten bei Kindern
und Jugendlichen.
Sehr selten wird bei Kindern und Jugendlichen – insbesondere bei Fieberbehandlung von Grippe oder
Windpocken – unter der Behandlung mit Acetylsalicylsäure (Wirkstoff von Aspirin Protect 100 mg
Filmtabletten) eine schwere lebensbedrohliche Erkrankung des Gehirns und der Leber beobachtet (das
sogenannte „Reye-Syndrom“), das möglicherweise mit Acetylsalicylsäure in Zusammenhang steht. Es
kommt auch bei jungen Erwachsenen vor.
Acetylsalicylsäure-hältige Arzneimittel wie Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten dürfen daher
Kindern unter 12 Jahren sowie Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen nur auf ärztliche
Verordnung und nur dann verabreicht werden, wenn andere Maßnahmen nicht wirken.
Falls langandauerndes Erbrechen, Bewusstseinstrübung und/oder abnormales Verhalten (auch nach
anfänglicher Besserung des Allgemeinzustandes) in Folge der Behandlung auftreten, muss die
Einnahme von Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten sofort abgebrochen und unverzüglich ärztliche
Hilfe aufgesucht werden.
Auch nach der Windpocken-Impfung wird zur Sicherheit ein 6-wöchiger Verzicht auf die Einnahme
von Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten empfohlen.

Kopfschmerzen durch Schmerzmittel:
Bei längerem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte
Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.
Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie trotz der Einnahme von Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten
häufig unter Kopfschmerzen leiden!

Nierenschäden durch Schmerzmittel:
Die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln kann zu einer dauerhaften Nierenschädigung
(Nephropathie) führen, die bis zu einem Nierenversagen fortschreiten kann. Dieses Risiko ist
besonders groß, wenn Sie mehrere verschiedene Schmerzmittel kombiniert einnehmen.

Laborkontrollen:
Bei länger dauernder Einnahme von Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten sind Kontrollen (z.B.
Leberfunktion, Nierenfunktion, Blutbild, Blutgerinnung) angezeigt.

Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel:
Bei bestimmten Personen mit einem sogenannten „Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel“ (eine
angeborene Stoffwechselkrankheit) können hohe Dosen von Acetylsalicylsäure einen Zerfall der roten
Blutkörperchen auslösen. Die Verabreichung von Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten bei G-6-PDMangel muss daher unter ärztlicher Überwachung erfolgen.

Gefäßerkrankungen:
Die Anwendung von Arzneimitteln wie Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten könnte mit einem
geringfügig erhöhten Risiko einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden verbunden sein. Jedes
Risiko steigt mit der Höhe der Dosierung und Dauer der Anwendung. Steigern Sie daher nicht die
empfohlene Dosierung.
Wenn Sie Probleme mit dem Herzen haben, schon einen Schlaganfall hatten oder denken, dass bei
Ihnen ein erhöhtes Risiko für diese Umstände vorliegt (wie z.B.: Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte
Cholesterinwerte oder wenn Sie Raucher sind), sprechen Sie mit Ihrem Arzt über diese Behandlung.

Fruchtbarkeit:
Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten können die Fruchtbarkeit von Frauen beeinträchtigen (siehe
Abschnitt Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit).
Einnahme von Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen /
anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben, oder beabsichtigen andere
Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden.
Die Wirkung der nachfolgend genannten Arzneimittel bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger
Behandlung mit Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten beeinflusst werden.
Metamizol (Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Fieber) kann die Wirkung von
Acetylsalicylsäure auf die Thrombozytenaggregation (Verklumpung von Blutplättchen und
Bildung eines Blutgerinnsels) verringern, wenn es gleichzeitig eingenommen wird. Daher sollte
diese Kombination mit Vorsicht bei Patienten angewendet werden, die niedrig dosierte
Acetylsalicylsäure zum Herzschutz einnehmen.
Wenn Sie Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen bzw. von bestimmten
rheumatischen Erkrankungen) in Dosen von 15 mg/Woche oder mehr einnehmen, dürfen Sie Aspirin
Protect 100 mg Filmtabletten nicht einnehmen.
Wenn Sie Gerinnungshemmer (Arzneimittel zur „Blutverdünnung“) einnehmen, dürfen Sie Aspirin
Protect 100 mg Filmtabletten in hoher Dosierung nicht einnehmen.
Kombinationen, die besondere Vorsicht erfordern:
– Methotrexat in Dosen unter 15 mg/Woche (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen
bzw. von bestimmten rheumatischen Erkrankungen) – es besteht die Gefahr von verstärkten
(Neben-) Wirkungen von Methotrexat.
– Blutgerinnungshemmende Arzneimittel, blutgerinnselauflösende Arzneimittel/andere
Arzneimittel, die das Zusammenhaften und Verklumpen von Blutplättchen hemmen
(Thrombozytenaggregationshemmer) / Arzneimittel zur Hemmung der Blutstillung
(Hämostaseinhibitoren) – es kann durch Wirkungsverstärkung zu Blutungen kommen.
– Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten können das Blutungsrisiko erhöhen, wenn es vor einer
Behandlung eingenommen wurde, die Blutgerinnsel auflösen soll. Daher müssen Sie aufmerksam
auf Zeichen äußerer oder innerer Blutung (z. B. blaue Flecken) achten, wenn bei Ihnen eine solche
Behandlung durchgeführt werden soll. Eine ärztliche Kontrolle ist unbedingt erforderlich.
– Andere schmerz- und entzündungshemmende Arzneimittel (nichtsteroidale
Antiphlogistika/Antirheumatika) bei hohen Dosierungen von Acetylsalicylsäure: erhöhtes Risiko
für Geschwüre und Blutungen im Magen-Darm-Bereich, auch eine Überdosierung ist möglich.
– Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (Selektive SerotoninWiederaufnahme-Hemmer): das Risiko für Blutungen im oberen Magen-Darm-Bereich steigt.
– Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung der Herzmuskelschwäche und zur Behandlung
bestimmter Herzrhythmusstörungen (Digoxin): Verstärkung der Wirkung bis hin zu erhöhtem
Nebenwirkungsrisiko. Eine entsprechende Kontrolle und gegebenenfalls Dosisanpassung durch
den Arzt wird empfohlen.
– Bestimmte Arzneimittel gegen Gicht (z. B. Probenecid, Benzbromaron). Wirkungsabschwächung
der Gichtmittel möglich.
– Arzneimittel gegen Zuckerkrankheit (z.B. Insulin, Sulfonylharnstoffe): es kann durch
Wirkungsverstärkung zu einer Unterzuckerung kommen. Häufigere Blutzuckerselbstkontrollen
werden empfohlen.
– Bestimmte Arzneimittel zur Entwässerung und Blutdrucksenkung (Diuretika): es besteht die
Gefahr einer schweren Nierenfunktionsstörung. Bei gleichzeitiger Einnahme ist auf ausreichend
Flüssigkeitszufuhr zu achten. Bei bestimmten Entwässerungsmitteln (z.B. Furosemid) kann es zur
Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung kommen, daher werden Blutdruckkontrollen
empfohlen.
– Arzneimittel, die Kortison oder kortisonähnliche Substanzen enthalten (mit Ausnahme von
Produkten, die auf die Haut aufgetragen werden oder Hydrocortison bei der Kortisonersatztherapie
bei Morbus Addison): erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich.
– Bestimmte Arzneimittel gegen Bluthochdruck (Antihypertensiva) und/oder Herzmuskelschwäche
(„ACE-Hemmer“, Aldosteronantagonisten): es besteht die Gefahr einer schweren
Nierenfunktionsstörung, außerdem kann die blutdrucksenkende Wirkung vermindert sein. Bei
gleichzeitiger Einnahme ist auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr zu achten. Blutdruckkontrollen
werden empfohlen.
– Bestimmte Arzneimittel gegen Epilepsie (Valproinsäure): Es besteht die Gefahr verstärkter
(Neben-)wirkungen der Valproinsäure.
– Einige nicht-steroidale Entzündungshemmer, wie Ibuprofen und Naproxen, können die Wirkung
von niedrig dosierter Acetylsalicylsäure auf das Verklumpen von Blutplättchen verringern und
können damit die Schutzwirkung von Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten auf das Herz
begrenzen (Siehe auch unter Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen).

Bitte beachten Sie ferner, dass:
Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten in höheren Dosierungen die Ergebnisse von
Laboruntersuchungen verändern können, informieren Sie daher Ihren Arzt über die Einnahme von
Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten.
Einnahme von Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten zusammen mit Alkohol
Bitte vermeiden Sie den Genuss von Alkohol während der Behandlungszeit mit Aspirin Protect 100
mg Filmtabletten, es könnten die Nebenwirkungen des Arzneimittels verstärkt werden (Risiko einer
Blutung im Magen-Darm-Trakt, verlängerte Blutungszeit).
Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein, oder beabsichtigen
schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
Schwangerschaft:
Erstes und zweites Schwangerschaftsdrittel:

Während der ersten sechs Monate der Schwangerschaft und bei Kinderwunsch dürfen Sie Aspirin
Protect 100 mg Filmtabletten nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen. Dabei soll die Dosis
so niedrig und die Behandlung so kurz wie möglich gehalten werden.
Drittes Schwangerschaftsdrittel:
In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft dürfen Sie Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten
wegen eines erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind nicht einnehmen.
Es besteht aufgrund des Acetylsalicylsäure Bestandteils die Gefahr von Entwicklungsstörungen beim
Ungeborenen (Fehlentwicklungen im Kreislaufsystem und/oder Nierenfunktionsstörung bis zum
Nierenversagen).
Bei der Geburt kann es zu verstärkten Blutungen bei Mutter und Kind und zur Verzögerung /
Verlängerung des Geburtsvorganges kommen.
Stillzeit:
Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die
Muttermilch über. Bei kurzfristiger Anwendung von Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten und
niedriger Dosis wird eine Unterbrechung des Stillens nicht erforderlich sein. Bei längerer Anwendung
bzw. Einnahme hoher Dosen sollen Sie jedoch abstillen.
Fortpflanzungsfähigkeit:
Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten gehören zu einer Gruppe von Arzneimitteln (nicht-steroidale
Antirheumatika), die die Fruchtbarkeit von Frauen beeinträchtigen können. Diese Wirkung ist nach
Absetzen des Arzneimittels umkehrbar.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten haben keinen bzw. vernachlässigbaren Einfluss auf die
Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Dennoch lenken Sie keine Fahrzeuge bzw. benutzen Sie keine gefährlichen Werkzeuge oder
Maschinen, wenn Ihre Aufmerksamkeit beeinträchtigt ist – wie z.B. durch mögliche Nebenwirkungen
wie Benommenheit, Kopfschmerzen, Schwindel oder Verwirrtheit.

Wie sind Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten einzunehmen?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau
nach Anweisung Ihres Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich
nicht ganz sicher sind.

Dosierung:
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für
– Erwachsene:
1 x täglich 100 mg (1 Filmtablette Aspirin Protect 100 mg)
– Kinder und Jugendliche:

Es gibt keine Indikation für die Anwendung von Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten bei Kindern
und Jugendlichen.

Ältere Personen (ab 65 Jahren) und untergewichtige Personen:
Bei älteren Patienten ist wegen eventueller Begleiterkrankungen bzw. Untergewicht besondere
Vorsicht angezeigt (siehe Abschnitte Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten dürfen nicht
eingenommen werden und Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen). Insbesondere wird
empfohlen, bei älteren und untergewichtigen Personen die niedrigste wirksame Dosis zu verwenden.

Patienten mit Leberfunktionsstörungen:
Wenn Sie an Leberfunktionsstörungen leiden, wird empfohlen, den zeitlichen Abstand zwischen zwei
Einnahmen zu verlängern. Bei schweren Leberfunktionsstörungen dürfen Sie Aspirin Protect 100 mg
Filmtabletten nicht einnehmen. Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten sollen mit besonderer Vorsicht
angewendet werden, wenn Sie eine beeinträchtigte Leberfunktion haben.

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen:
Wenn Sie an Nierenfunktionsstörungen leiden, wird empfohlen den zeitlichen Abstand zwischen zwei
Einnahmen zu verlängern. Bei schweren Nierenfunktionsstörungen dürfen Sie Aspirin Protect 100 mg
Filmtabletten nicht einnehmen. Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten sollen mit besonderer Vorsicht
angewendet werden, wenn Sie eine beeinträchtigte Nierenfunktion haben.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem
auftreten müssen.
Folgende Nebenwirkungen sind möglich und nach ihrer Häufigkeit aufgeführt:
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
Beschwerden im Magen-Darm-Bereich wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Bauch-schmerzen.
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautreaktionen.
Hautrötung, Nesselsucht (Urtikaria), Juckreiz.
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):
Überempfindlichkeitsreaktionen des Atemtrakts, des Magen-Darm-Trakts und des Herz-KreislaufSystems, vor allem bei Asthma-Patienten. Zeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion können sein:
Blutdruckabfall, Anfälle von Atemnot, lebensgefährlicher Schock oder Schwellungen von Haut und
Schleimhaut.
Schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Rötung, Blasenbildung und Hautabschälung.
Magen-Darm-Entzündung, Magen-Darm-Geschwüre, Magen-Darm- Blutung, die sehr selten zu einer
Blutarmut durch Eisenmangel führen können.
Durchbruch eines Magen-Darm-Geschwürs, insbesondere bei älteren Patienten.
Setzen Sie bei Bauchschmerzen, Schwarzfärbung des Stuhls, Bluterbrechen oder kaffeesatzartigem
Erbrechen Aspirin Protect 100 mg Filmtabletten ab und informieren Sie sofort den Arzt.

Selten bis sehr selten:
Schwerwiegende Blutungen wie z. B. Hirnblutungen, besonders bei Patienten mit nicht eingestelltem
Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit Blutgerinnungshemmern sind berichtet
worden, die in Einzelfällen lebensbedrohlich sein können.
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):
Blutzuckerabfall.
Acetylsalicylsäure vermindert in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung. Bei hierfür
gefährdeten Patienten kann dies unter Umständen einen Gichtanfall auslösen.
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
Blutarmut durch Blutverlust bzw. Blutzerfall, Zerfall der roten Blutkörperchen.
Arzneimittelüberempfindlichkeit, allergische Schwellung und Schwellungen von Haut und
Schleimhaut, schwere allergische Reaktion bis hin zum lebensgefährlichen Schock.
Hirnblutung und Schädelblutung.
Schwindel, Kopfschmerzen, gestörtes Hörvermögen, Ohrensausen und geistige Verwirrung können
bereits Anzeichen einer Überdosierung sein.
Durch Herzerkrankung bedingte Atemnot.
Blutungen mit verlängerter Blutungszeit wie z.B. Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Hautblutungen,
Blutungen der Harn- und Geschlechtsorgane (Urogenitaltrakt), operative Blutungen, Blutergüsse oder
Muskelblutungen. Diese Wirkung kann über 4 bis 8 Tage nach Beendigung der Einnahme der Aspirin
Protect 100 mg Filmtabletten anhalten.
Asthma, Schnupfen, verstopfte Nase.
Verdauungsstörungen, Schmerzen im Magen-Darm-Bereich, Schmerzen im Oberbauch.
Leberfunktionsstörung, Erhöhungen der Leberwerte. Plötzliche, rückbildungsfähige schwere
leberschädigende Episoden wurden berichtet, insbesondere bei Patienten mit Leberschäden in der
Vorgeschichte und bei Rheumapatienten, wie z.B. bei Patienten mit juveniler Arthritis, rheumatischem
Fieber oder systemischem Lupus erythematodes. (Bei diesen Patienten wird der Arzt die
Leberfunktion regelmäßig kontrollieren).
Einschränkung der Nierenfunktion, akutes Nierenversagen.
Schwellungen durch Wasseransammlung im Gewebe, Bluthochdruck und Herzmuskelschwäche
wurden im Zusammenhang mit nichtsteroidaler Entzündungshemmer (NSAID) – Behandlung
berichtet.

Der Wirkstoff ist: Acetylsalicylsäure
Eine Filmtablette enthält 100 mg Acetylsalicylsäure.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Tablettenkern: Cellulosepulver, Maisstärke.
Tablettenüberzug: Metacrylsäure-Copolymer Typ C, Natrium¬laurylsulfat, Polysorbat 80, Talkum,
Triethylcitrat.