Eine Person mit einem Handtuch über dem Kopf hält eine Schüssel mit Blumenmuster auf einem Tisch.

Im Winter werden unsere Atemwege ordentlich strapaziert. Die Schleimhäute trocknen durch die Heizungsluft mehr aus, werden empfindlicher und Viren können sich leichter festsetzen. Betroffene greifen dann gerne auf das altbewährte Hausmittel der Inhalation zurück: heißes Wasser in einen Topf, Handtuch drüber, tief einatmen. Der Dampf wirkt dabei angenehm befeuchtend und sorgt schnell für ein linderndes Gefühl. Die Effektivität von hausgemachten Inhalationen ist allerdings begrenzt. Die Wirkung bleibt oberflächlich, weil der Dampf zu schnell abkühlt und nicht bis zu den Bronchien vordringen kann. Der wahrgenommene Nutzen entsteht daher nur durch das verbesserte Schleimlösen und das subjektive Wohlgefühl.

Zudem lauern bei dieser Methode einige Risiken. Das Wasser ist oft zu heiß und Verbrühung passieren schneller, als man denkt. Gerade für Kinder ist diese Methode deshalb nicht geeignet. Zusätze, wie ätherische Öle sollten auch nicht beliebig hinzugefügt werden, denn sie können Asthmatiker, Allergiker sowie Babys und Kleinkinder reizen. Und wer unter Fieber, starker Atemnot oder Herz-Kreislauf-Problemen leidet, sollte vorher unbedingt ärztlichen Rat einholen.

Wer regelmäßig inhalieren muss oder unter tiefer sitzenden Beschwerden leidet, profitiert von elektrischen Inhalationsgeräten oder Verneblern. Sie erzeugen feinere Aerosole, die tiefer in die Atemwege gelangen, halten die Temperatur konstant und ermöglichen die Anwendung von Kochsalz- oder medizinischen Lösungen. Zudem sind sie sicherer in der Handhabung durch größenvariable Aufsätze, die den Dampf direkt zu Mund und Nase leiten.

Kurz gesagt: Bei milden Erkältungssymptomen können einfache Inhalationen zu Hause wohltuend wirken, solange Sicherheit an erster Stelle steht. Für eine intensivere und verlässlichere Unterstützung der Atemwege bieten Inhalationsgeräte klare Vorteile. Wer unsicher ist oder gesundheitliche Einschränkungen hat, lässt sich am besten ärztlich oder in der Apotheke beraten.