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Mag. pharm. Uschi Sansenböker

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10.01.2012 19:09

Kann Aspirin wirklich vor Krebs schützen?

Die Einnahme von Acetylsalicylsäure soll vor tödlichen Tumoren schützen. Diesen Nachweis wollen britische Forscher erbracht haben. Jedoch dürfen dabei die Nebenwirkungen des Medikaments nicht vernachlässigt werden. Die Studie wurde im Fachjournal "Lancet" veröffentlicht.

Acetylsalicylsäure (ASS), die den meisten als Aspirin bekannt ist, hilft gegen Fieber, Kopfschmerzen und Rheuma, und beugt sogar Herzinfarkt und Schlaganfall vor. Laut dem britischen Onkologen Peter Rothwell scheint eine geringe Dosis ASS (75 Milligramm) täglich auch vor Krebs zu schützen. Dies will er nach der Datenauswertung von mehr als 25.000 Personen herausgefunden haben. Unter den Studienteilnehmern, die fünf Jahre lang täglich ASS nahmen, war das Risiko für einen Krebstod um 21 Prozent geringer als in der Kontrollgruppe, die Placebos bekam.

Tägliche Aspirin-Einnahme?

ASS hemmt die Bildung von Gewebshormonen (Prostaglandinen). Diese lassen sich vermehrt im Krebsgewebe finden und beschleunigen vermutlich dessen Wachstum. Obgleich die Studienergebnisse eine deutliche Sprache sprechen, geben sich die Wissenschaftler zurückhaltend. Die Resultate sollten keinesfalls dazu anstiften, "sofort mit der täglichen Einnahme von Aspirin zu beginnen", so Rothwell. Wohl aber sollten Hinweise bei der Erstellung von Richtlinien zur Krebstherapie berücksichtigt werden.

Wie jedes Medikament ist auch ASS nicht frei von Nebenwirkungen: So kann Aspirin dem Magen schaden und Blutungen im Magen-Darm-Trakt verursachen.

Quelle: netdoktor.at


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